Dr. Susanne Gescher

Fachgebiete und Charakteristika

Dr. Susanne Gescher studierte Rechtswissenschaften an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster und promovierte dort im Jahr 1994 bei Prof. Dr. Welp (Lehrstuhl für Strafrecht und Strafprozessrecht) im Arztstrafrecht zum Thema „Rechtsprobleme des Schwangerschaftsabbruchs bei Anenzephalen“. Seitdem war sie von 1994 bis 2012 als Rechtsanwältin in der medizinrechtlichen „Sozietät Dr. Rehborn*Rechtsanwälte“ in Dortmund tätig. Seit 2012 setzt sie ihre Anwaltstätigkeit in der Sozietät Dr. Koenig & Partner fort.

Zunächst auch mit der zivilrechtlichen Abwehr von Arzthaftungsansprüchen befasst, fokussierte sich bereits kurz nach Aufnahme der Anwaltstätigkeit ihr Schwerpunkt auf die Verteidigung von Ärzten und Angehörigen anderer Heilberufe im materiellen Arztstrafrecht (Tatvorwürfe in der Regel: Fahrlässige Tötung, Fahrlässige Körperverletzung, Unterlassene Hilfeleistung). Ihre Erfahrung resultiert aus mittlerweile mehr als 500 erfolgreich abgeschlossenen Verfahren.

Ihre Tätigkeit ist durch das sorgfältige Studium der Ermittlungsakten, die routinierte Auswertung der Krankenunterlagen, Mandantengespräche ohne Zeitdruck und vielfach gute und vertrauensvolle Kontakte zu den sachbearbeitenden Staatsanwälten gekennzeichnet. Die Bearbeitung geschieht auf Wunsch in enger Abstimmung mit dem Haftpflichtversicher und – bei im Krankenhaus tätigen Ärzten – dem Krankenhausträger. Ziel ist es in aller Regel, diese Verfahren bereits im Ermittlungsstadium – vor Erhebung einer Anklage oder Ergehen eines Strafbefehls – zur Einstellung zu bringen.

Mitgliedschaften

  • › Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht im Deutschen Anwaltverein
  • › Forum Medizinrecht Münster e. V.
  • › Juristen-Vereinigung Lebensrecht e. V.
  • › Deutscher Juristentag e. V.
  • › Zonta Club Münster

Veröffentlichungen

  • › Rechtsprobleme des Schwangerschaftsabbruchs bei Anenzephalen, Frankfurt am Main 1994 (Dissertation Münster 1994)
  • › Anmerkung zu BGH, Beschl. v. 20.12.2007 – 1 StR 576/07, GesR 2008, 193 (Erneute Verwendung eines angebrochenen Narkotikumfläschchens)
  • › Anmerkung zu BGH, Beschluss v. 16.08.2012 – 5 StR 238/12, GesR 2012, 733 (Tod nach ästhetischer Operation)
  • › Rezension zu: Manok, Body Integrity Identity Disorder. Die Zulässigkeit von Amputationen gesunder Gliedmaßen aus rechtlicher Sicht, 2012, GesR 2013, 254
  • › Kommentierung der §§ 630a – 630h BGB („Patientenrechtegesetz“) im ERMAN, BGB, 14. Aufl., 2014, gemeinsam mit Prof. Dr. M. Rehborn
  • › „Sigma-Verfahren“: Keine Strafbarkeit einer Gynäkologin nach § 95 Abs. 1 Nr. 4 AMG, Arzt- und Medizinrecht kompakt 09/2015, S. 15 f.
  • › Rezension zu: Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht im DAV/Institut für Rechtsfragen der Medizin (Hrsg.), Aktuelle Entwicklungen im Medizinstrafrecht – 4. Düsseldorfer Medizinstrafrechtstag, 2014, GesR 2015, 639 f.
  • › Kommentierung der §§ 630a – 630h BGB („Patientenrechtegesetz“) im ERMAN, BGB, 15. Aufl., 2017, gemeinsam mit Prof. Dr. M. Rehborn
  • › Rezension zu: Schneider, Body Integrity Identity Disorder. Das Selbstbestimmungsrecht des Patienten in Grenzsituationen unter rechtlichen und ethischen Aspekten, 2016, GesR 2017, 747

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